FAZ - Tag der Nachfolge (10/2012)

FAZ Artikel vom 01.11.2012

Am "Tag der Nachfolge", organisiert von der Unternehmensberatung Hessen, der Beratungseinrichtung der hessischen Einzelhandelsverbände und
Jumpp, einer Beratung für Selbständige der Frauenbetriebe berichtete Cornelia Brucks von Ihren Erfahrungen, die zur Übernahme der Praxis von Ulla Barner
führte.

Die FAZ berichtet (Auszug):
Hessische Unternehmen suchen Nachfolger - oder Nachfolgerin
01.11.2012 · 8700 hessische Unternehmen suchen in den nächsten Jahren einen neuen Chef. Beim ersten „Tag der Nachfolge“ in Frankfurt wurde für den Einstieg in ein bestehendes Unternehmen und für die Frauen als großes Potential geworben.
Von KATHRIN KLETTE UND MECHTHILD HARTING, FRANKFURT

Cornelia Brucks erinnert sich gut an den Tag, als ihr gekündigt wurde. Es kam völlig überraschend, wie sie berichtet. Von da an stand für die Physiotherapeutin und Heilpraktikerin der Entschluss fest, nur noch als Selbständige arbeiten zu wollen. Doch da die Gesundheitspolitik ist, wie sie ist, große Unsicherheiten in sich birgt, fand sie nicht den Mut, eine Praxis neu aufzubauen, sondern entschied sich dafür, eine zu übernehmen. Fünf Jahre suchte sie, allein, ohne Berater. Sie erlebte manchen Fehlschlag und einige Ernüchterungen, ehe sie mit Ulla Barner in Frankfurt-Preungesheim jemanden fand, deren Praxis und Mitarbeiter sie gerne übernehmen wollte. In diesem Jahr hat sie ihr Zehnjähriges an der Frankfurter Warte gefeiert.
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Brucks ist damit eine erfolgreiche „Nachfolgerin“ und Ulla Barner ein Beispiel dafür, dass ein Unternehmer auch frühzeitig abgeben kann. Allerdings hat auch sie zweieinhalb Jahre nach einer geeigneten Nachfolgerin für ihre Patientinnen und Mitarbeiter suchen müssen und war kurz davor, die Praxis einfach aufzugeben, ehe sie auf Brucks traf. Ihr Rat an alle, die Nachfolger suchen: „Sie müssen lernen loszulassen. Der oder die Neue werden es anders machen, aber nicht unbedingt schlechter“, sagt sie.

Früh nach einem geeigneten Kandidaten suchen
Brucks ist Gast beim „Tag der Nachfolge“ gewesen, der erstmals in dieser Woche in Frankfurt stattgefunden hat. Organisiert wurde er von der Unternehmensberatung Hessen für Handel und Dienstleistung GmbH, der Beratungseinrichtung der hessischen Einzelhandelsverbände und Jumpp, einer Beratung für Selbständige der Frauenbetriebe, die die hessenweite Leitstelle für Unternehmensnachfolge ist.

Allein in Hessen stehen nach Angaben des Instituts für Mittelstandsforschung jährlich mehr als 2000 Betriebe vor der Übergabe, der größte Teil von ihnen Familienunternehmen. Einen Nachfolger zu suchen könne lange dauern - bisweilen eben auch fünf Jahre, sagt Nils Hafa von Jumpp und rät: Unternehmer, die einen Nachfolger suchten, sollten möglichst früh anfangen, nach geeigneten Kandidaten Ausschau zu halten, und dabei vor allem offen sein. Neben Familienmitgliedern könnten Mitarbeiter in Frage kommen, aber auch Lieferanten, Kunden und sogar Mitbewerber. Kandidaten findet man laut Hafa auch über Verbände, Innungen, Personalberater und Anzeigen in entsprechenden Fachzeitschriften. Auch im Internet gebe es entsprechende Börsen, darunter nexxt-change.org, nachfolgeboerse.at und das Portal unternehmensboerse-hessen.de. Grundsätzlich gelte dabei, sagt Hafa: Je attraktiver ein Unternehmen, umso leichter lasse sich ein Nachfolger finden.

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DANKE
Tag der Nachfolge
Frankfurt (Main), 30.10.2012
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